Thursday, June 27, 2013

Englisch als internationale Unternehmenssprache: Themen und Ansätze - TEIL II


Teil II: Voraussetzungen für den Einsatz von Englisch als praktisches und effektives Kommunikationsmittel
[German edition of my series "Issues of Global Corporate English"]

Meint es ein Unternehmen ernst, wenn es sagt, etwas sei wichtig?
•      Ist die effektive Einführung Englisch als Unternehmenssprache in der Tat von strategischer Bedeutung?
•      Es gibt offensichtliche Gründe hier mit “Ja” zu antworten.

Wenn Ja, dann sollte ein Unternehmen “genau das meinen, was es sagt.”

Englisch effektiv lernen, verbessern und verwenden muss als wichtiger Teil der Arbeitszeit betroffener Mitarbeiter angesehen und behandelt werden.

Erstens sollte ein Unternehmen, in der Tat, mit Entschlossenheit sprechen, e.g.
•      All denjenigen, die zukünftig Englisch in der Firma sprechen sollen klar machen, wie wichtig diese Fähigkeit für das Unternehmen – und für ihre Karriere – ist.

Um dieser Entschlossenheit Nachdruck zu verleihen und in kurzer Zeit einen Anfang zu machen, könnte ein Unternehmen…
•      alle Newsletter und anderen unternehmensweiten Mitteilungen (weitestgehend, nur) auf Englisch versenden,
•      dazu, eine begleitende Vokabelliste mit Übersetzungen kann solche Mitteilungen zum Lernmittel machen.

Jedes Unternehmen besitzt schon einen großen Anteil es benötigt, um seine Mitarbeiter in Englisch fit zu machen.

•      Alle internen Bewertungsdokumente, Handbücher, Software-Tools, Office-Software, etc. sollten (so früh wie praktisch möglich) auf Englisch umgestellt werden.
•      In der Vorbereitung dafür, Workshops, Übungen, etc. können erklären, dass (z.B.) “Save as…” bedeutet “Speichern unter…”
•      Andere Maßnahmen können kurzfristig ergriffen werden.

Das Wichtigste ist, unmissverständlich zu kommunizieren, dass:
•      das Unternehmen meint es im Ernst, und
•      Englisch ein wichtiger Faktor im Job ist.

Zweitens, nachdem das Unternehmen klar “das sagt, was es meint”, muss es dann “Nägel mit Köpfen machen”.
•      Effektives, praktisches Englischtraining besorgen, das auf den Bedürfnissen jedes Teams, jeder Abteilung, jeder Organisation ausgerichtet ist.
•      Training soll direkt auf aktuellen Themen, Initiativen und Präsentationen, relevant zur täglichen Arbeit basieren (mehr dazu später).
•      Training soll effektiv in den Arbeitstag einer Organisation integriert werden.
•      Die Demonstration erlernter Englischfähigkeiten soll zum Bestandteil des Mitarbeiter-Leistungsreviews werden.
•      Leistungsboni und Beförderungen sollen auch mit den Englischfähigkeit offen und deutlich verbunden werden.
•      Intensivtrainings (40-50 Std. / Woche) für Mitarbeiter, die in kurzer Zeit im Ausland effektiv tätig werden müssen.

Dies kostet Geld, ja... Aber, sollte jemand – und alle seine Fähigkeiten – im Ausland oder in internationalen Teams wirklich benötigt werden, ist es das doch wert.

Im Teil III geht es um Ansätze zur Verwirklichung des Vorhabens Englisch als produktives Mittel der Unternehmenskommunikation.

Tuesday, June 18, 2013

Englisch als internationale Unternehmenssprache: Themen und Ansätze - TEIL I


Teil I: Das Thema: Englisch als internationale Unternehmenssprache
[German edition of my series "Issues of Global Corporate English"]

Internationale Unternehmen wollen Englisch als Standardsprache ihrer internationalen Kommunikation produktiv einsetzen:
•      um zwischen den unterschiedlichen Länderstandorte effektiv kommunizieren zu können,
•      weil Englisch die meist verwendete Sprache im internationalen Geschäft ist,
•      weil – im Vergleich mit Sprachen des Mittel- und Fern-Ost – Englisch verwendet einen internationalen Standard als Charaktersatz (römische Buchstaben).

Schwierigkeiten und Hindernisse

Englisch – wie jegliche Fremdsprache – zur wahrlich effektiven Sprache zu machen ist nicht einfach.
•      Menschen werden sich schwertun, Englisch am Arbeitsplatz zu verwenden, und
•      Sie werden ihre Muttersprache lieber als Englisch sprechen in Fällen in denen Englisch nicht notwendig ist.

Stetige und regelmäßige Übung ist dennoch entscheidend für die Kommunikation in einer Fremdsprache
•      auf produktivem Niveau und
•      innerhalb eines vorhersehbaren Zeitrahmen.

Menschen brauchen Englisch meistens um mit anderen Menschen zu kommunizieren, auch mit Nicht-Englisch-Muttersprachlern.
•      Es ist auch anderen Nicht-Muttersprachlern oft schwer, sich klar auszudrücken.

Die englische Kommunikation...
•      besonders aktuell (unter vier Augen) oder
•      fast aktuell (z.B. Email)
... kann daher zum Missverständnis oder zu Frust führen.

Klare Kommunikation kann aber für ein Unternehmen lebenswichtig sein  – mangelhafte Kommunikation kann potentiell schädlich sein.

Aufgrund mangelnder Englisch-Fertigkeiten,
•      Dokumentation muss oft in mehreren Sprachversionen erstellt werden.
•      Übersetzungen sind oft nicht vollkommen und präzise.
•      Viel Zeit wird verwendet für die dafür notwendige Mehrfacharbeit.
•      Nicht unerheblichen Kosten kommen hinzu (professionelle Übersetzungen, etc.).

Typische Maßnahmen unternommen von Großfirmen

Um Englisch einzuführen und um ihr Personal dafür fit zu machen, wenden die meisten Unternehmen den gleichen Ansatz an.
•      Herkömmlicher Englischunterricht

Herkömmlicher Unterricht aber bleibt oft nicht sehr effektiv, da:
•      der direkte Bezug zu aktuellen Arbeitsthemen, die die Teilnehmer beschäftigen fehlt,
•      viele Menschen in einer herkömmlichen “Klassenzimmer”- Umgebung nicht gut funktionieren,
•      Der Unterricht / das Training findet zu selten statt:
-        typischerweise 1,5 zu 3,0 Stunden / Woche

Externe Lieferanten werden auf der Basis niedriger Kosten und Zeitaufwand gesucht und gewählt.
•      Der “Kostengünstige” ist oft nicht der beste.
•      “kostengünstige” Lieferanten engagieren kostengünstige Trainer.
•      “kostengünstige” Lieferanten leisten meistens nur Standard-(nicht-maßgeschneiderten) Unterricht.
•      Die Qualität des Trainings ist unterschiedlich von Trainer zu Trainer

Die Anpassung des Trainings an die Bedürfnisse der Mitarbeiter / Organisation erfordert Zeit und Geld.
•      Effektive Trainer müssen eine Ahnung der für die Teilnehmer geschäftsrelevanten Themen haben. 
•      Solche Trainer sind nicht leicht zu finden.

Die Verantwortung für Fremdsprachentraining wird oft dem HR / der Personalorganisation überlassen

HR besitzt aber oft nicht die Kenntnisse oder Erfahrung um ein Fremdsprachentrainingsprogramm effektiv steuern zu können.
•      Fremdsprachenlernen ist anders als alle anderen Arten des Lernens
•      HR hat viele andere Prioritäten.

HR – oder egal welche Organisation, die dafür verantwortlich gemacht wird…
•      besitzt oft keinen effektiven Plan zur Entwicklung der menschlichen Ressourcen, die es am nötigsten haben, ihre Fremdsprachenfähigkeiten zu verbessern.
•      Misst weder den Fortschritt noch die Effektivität eines Fremdsprachentrainingsprogramms effektiv oder konsequent.

Sprachentraining behält typischerweise eine niedrige Priorität in der Zeitplanung der Mitarbeiter:
•      Sprachentraining ist irgendwie nur etwas “extra”
•      Es sollte den Mitarbeiter keineswegs von seinem “eigentlichen” Arbeiten fernhalten.

Aber... Wenn die Sprache in der Tat keine Unternehmenspriorität ist, warum Englisch überhaupt?
•      Die Mitarbeiter spüren die niedrige Priorität des Englischtrainings.
•      Sie sehen das Training nicht als wesentlichen Teil ihrer Arbeit.
•      Sprachentraining ist irgendwie nur etwas, das die Firma aus Herzensgüte zur Verfügung stellt...

Im Teil II geht es um die Voraussetzungen für den Einsatz der englischen Sprache als globales und effektives Kommunkationsmittel

Monday, May 20, 2013

Issues of Global Corporate English - Part V

Part V - "Migrate the Environment"

In the course of such a program as presented in Part IV, the employee’s / team’s environment should be migrated to an English work environment.

It may be helpful to think of such a corporate migration as similar to the roll-out of new hardware or software.

Such environment migrations are also executed in phases or stages in accordance with need or priority of a particular organization, group or team.

Change the Environment - in stages
Software programs that future English communicators use should be migrated – in stages – to English language versions (Office applications, Email, SAP, etc.)
  • Glossaries can be provided with native language equivalents to ease the transition.

Corporate newsletters and other communications received should be the English version. These communication means can be supplemented with English / native language glossaries.

Presentations to teams / team meetings can also be migrated –
  • Initially with an English slide presentation accompanied by native language oral presentation and discussion, to
  • English test and oral presentation, until...
  • An exclusively English language affair.

Option: Combination Intensive - Weekly
At intervals, training participants could be sent on intensive trainings in order to bump them into a higher-level training group.
  • Participants for this could be identified on the basis of the organization’s need for his/her skills, and/or
  • To reduce the number of training groups (which are based on competence level), thus,
  • Reducing time “overhead” and making better use of group member  synergies.

DO
The best approach here would be to schedule such intensive ("crash") courses shortly before the participants are expected to confront a significant increase in English language communication.For example, 1 -2 weeks before:
  • business travel to an English language venue
  • participation in an important meeting / conference in which English will be dominant
  • taking over a new position or role in which English play a larger role in daily work

DON'T
Do not schedule such courses without a plan. Intensive language weeks are great, but their effectivity decreases with time.

I know of people who have taken such courses and returned to work with some well-deserved confidence. However, many were not required by their jobs to USE their English for weeks or months afterwards.

If you don't use it, you will use it!


First Steps
A pilot program would make sense here.
  • An organization / team / group should be identified for training
  • It would be advantageous for said group to contain a supportive leader and at least one member with good – very good English 
MOST IMPORTANT - 
A company / corporation needs to decide on a real plan for supporting its international communication strategy.

English (or any language) will not become a productive means of global communication by accident.

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Well, and that is essentially it for this series!
I will be happy to answer any questions.
Cheers and thank you for your attention,
Duane March, Ph.D.

Five Ways to Improve Foreign Language Training (article in Workforce.com)

An article about foreign language training citing me in "Workforce.com" by Sarah Fister Gale

http://www.workforce.com/article/20130516/NEWS02/130519982/breaking-down-the-language-barrier

Experts say goals, job-specific training and human interaction are key to picking up a foreign language for work.

The biggest challenge with corporate language training is the time and effort it takes to become proficient. "It's not a problem you can solve immediately," says Chuck Frydenborg, senior director of corporate sales, North America for Rosetta Stone, a language learning software company.
But it can be done. Experts offer this advice on how to make the most of corporate language training programs.

Set goals: If employees needs to be proficient in a foreign language to do their jobs or to get promoted, let them know exactly what that means, what their timeline is and how many hours they are expected to invest in the training, says Duane March, a language trainer for Mindstorm Group, a training company in Frankfurt, Germany. "Then make proficiency part of their performance review."
Offer job-specific training. Whether in the classroom or online, the most effective training programs are shaped around the trainees' jobs and industry, says Julia Bonnheim, director of marketing for Livemocha. When courses include common business phrases, examples of emails or phone calls, and specific business documents, it makes the training much more relevant and engaging.
Offer some human interaction: You can have the best self-paced training course, but if the learner never gets feedback, it is hard to stay motivated, Bonnheim says. "Practicing with a native speaker creates engagement and gives learners a reason to keep trying."
Make it a priority. If learning a language is a strategic business goal, employees should be given time during the workday to take the training, says Melissa Caldwell, a customer care representative for Rosetta Stone. Best Buy Inc., for example, lets retail employees take up to eight hours per month of on-the-job language training to accommodate the increase in Spanish-speaking customers.
Require employees to communicate in the new language while on the job. Ask them to speak that language in certain business meetings, give them foreign language versions of corporate software, or require them to use the language when emailing certain colleagues, March suggests. "It will take time, and they will make mistakes, but it will help them build their confidence and their proficiency."


Sarah Fister Gale is a writer based in the Chicago area. Comment below or email editors@workforce.com. Follow Workforce on Twitter at @workforcenews.